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Fokus-Bracketing (in camera Fokusstacking)


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Hallo an alle,

ich mach mal einen Thread zum kamerainternen Fokusstacking auf. Welche Kameras können das eigentlich und verwendet ihr das überhaupt?
Ich hatte bisher noch nie die Gelegenheit, eine Springspinne oder sonst ein cooles Insekt zu stacken, deshalb hab ich das unlängst mal mit Blumen versucht.

Bei dem Blaustern habe ich 40 Aufnahmen mit f 2.8 gemacht, beim Stiefmütterchen waren es glaub 20, ebenfalls mit f 2.8. Beim Blaustern hab ich mit Bohnensack gearbeitet, beim Stiefmütterchen freihand.

Ich finde es interessant, dass ich beim Blaustern bei der vorderen Blüte (warum eig nur da?) einen Halo-Effekt sehe, beim Stiefmütterchen nicht. Warum ist das so? Kann man dagegen was machen?

Ich hab übrigens das Bild mit dem Blaustern auch nochmal in PS zusammengerechnet und festgestellt, dass PS da irgendwo einen Fehler drin hatte. Das Bild finde ich zwar grade nicht, hab aber noch im Kopf, dass tatsächlich das kamerainterne ein wenig besser war als von PS. Womöglich hab ich das dann gar nicht gespeichert.

Ich find halt Stacken ohne Studiobedingungen immer so ne Sache - draußen, im Wind... beim Stiefmütterchen war es allerdings auch ein bissl windig! Trotzdem finde ich das gelungen. Zum Vergleich übrigens auch die Stiefmütterchen noch ohne Stack.

IMG_4103.JPG

Canon EOS 7D, Canon EOS R7
Canon RF 100-400mm F5.6-8 IS USM, Canon EF 70-200mm f/4L IS USM, Sigma 180 mm 3.5 EX DG IF APO Makro, Canon EF 100mm f/2.8L Macro IS USM, Canon EF-S 17-55mm f/2.8 IS USM, Canon EF-S 10-18mm f/4.5-5.6 IS STM

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Hallo,

das sind die aktuellen Canon EOS R APS-C Kameras: Canon EOS R7 R50 und R10

Einfach mal unverbindlich gucken…

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Canon EOS 7D, Canon EOS R7
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wann entstehen Halos?

Halos entstehen, wenn sich zwei Strukturen überlagern. Im ersten Bild das blaue Blütenblatt vor dem Grashalm. Je weiter die beiden Objekte von einander räumlich getrennt sind desto eher enteht das Halo. Was passiert? Gehen wir davon aus, dass von vorne nach hinten gestackt wurde (für den Halo spielt die Richtung keine Rolle). Anfangs wird das Blütenblatt scharf und der Grashalm ist unscharf, dadurch wird er aber viel größer in der Unschärfe, da er aber hinter dem Blütenblatt steht spielt es keine Rolle für das Halo. Das Halo, das zu sehen ist, sind Überreste vom Blütenblatt, denn nun kommt der Grashalm in die Schärfeebene und das Blütenblatt wird unscharf und dadurch größer.

Mit größer meine ich der sanfte Unschärfeverlauf vom Zentrum des Objektes zum Rand, der Verlauf hört ja nicht abrupt auf, sondern läuft sanft aus, dadurch bläht sich das unscharfe Objekt.

Und diese Blähung liegt farblich über dem nun scharfen Grashalm. Und das Programm weiß eben nicht, dass dieser Unschärfeverlauf des vorderen Objektes nicht mehr zum Grashalm gehört da es nur farblich anders über etwas scharfen (Grashalm) liegt und rechnet es daher nicht raus, sondern ist in der Zwickmühle zwischen einem scharfen Objekt und einem  unscharfen davor.

In einer externen Stackingsoftware sieht man das ganz gut, wenn man die einzelnen Bilder durchgeht. Kameraintern sieht man davon natürlich nichts.

Beim Stiefmütterchen wird möglicherweise auch ein Halo sein, nur sehr winzig marginal, da die Blätter nicht weit voneinander räumlich getrennt sind und bevor das Unscharfe weiße Blatt sich aufbläht ist das violette schon scharf. Im ersten Bild ist auch ein sichtbarer Halo beim den zwei scharfen weißen Blättern und dem unteren weißen gegeüber dem grün (einem geübten Stackerauge fallen Halos eher auf als jemanden der nicht stackt, da man schon weiß wo man hinschauen muss).

Kann man Halos verhindern? NEIN, man kann sie durch Einstellungen in externen Stackingprogrammen minimieren und optimieren, aber ganz los wird man sie je nach Bild nicht.

Zu deiner anderen Frage: welche Kameras das alle haben weiß ich nicht, da ich es nie benutzen würde, da externe Stackingsoftware viel besser ist UND weil diese eine Nachbearbeitung direkt am gestackten Bild zulässt, in dem man alle Bilder, die gestackt wurden, zur Korrektur heranziehen kann UND weil diese RAW/DNG und/oder Tiff verrechnen können und auch ausgeben können. Zudem gibt es verschieden Verrechnungsmethoden, die abhängig vom Bild mal besser mal schlechter sind.

Ein weiterer Punkt, warum ich kamerainterne Verrechnung schlecht finde ist Rauschen. Rauschen sind kontrastreiche Pixel im Bild. Schärfe hat immer auch mit Kontrast zu tun. Die grenze zwischen einem  schwarzen neber einem weißen Pixel werden wir als Scharf empfinden. Zwei graue nebeneinader weniger. Und die Software arbeitet unter anderem eben mit Kontrasten. Das bedeutet, wenn ein Bild verrauscht ist wird die Software alle Rauschpixel, da scharf, im Stack mitreinrechnen, d.h. das Rauschen verstärkt sich, umso mehr je mehr es rauscht.

D.h. bevor man in einer externen Software verrechnet, sollten alle Bild des Stacks zuerst entrauscht werden.

Ich habe bisher nur mit Photoshop, Helicon Focus und Zerene Stacker verrechnet. Photoshop ist meiner Meinung nach am schlechtesten, aber nur bedingt, mit Spinnennetzen kommt PS zum Beispiel am besten zurecht, PS ist sehr langsam. Helicon Focus ist allen anderen Porgrammen gegenüber am schnellsten, die Nachbearbeitung finde ich aber nicht sehr gut gelöst und es kommt auch nicht gut damit zurecht, wenn Bilder nicht genau übereinander liegen (Ich habe das Gefühl, es rechnet nur so schnell, weil es eben bei komplizierten Fällen Mist baut). Helicon hat auch eine schöne Oberfläche, was dazu verleitet es wäre sehr professionel (ist es ja auch) bzw. professioneller als z.B. Zerene (Afiinity kenn ich nicht)

Zerene Stacker ist von der Oberfläche her minimalistisch (ich glaube es ist eine reine Java-Anwendung, wenn ich mir den Dateiordner anschaue), es rechnet laut Traumflieger 30 mal langsamer als Helicon, aber die besten Ergebnisse habe ich mit Zerene. Auch die Nachbearbeitung geht viel einfacher als mit Helicon (warum die Idioten von Helicon das nicht abgeschaut haben ist mir ein Rätsel). Es kommt auch viel besser mit Belichtungsunterschieden der einzelnen Bilder zurecht. Ich persönlich benutze nur noch Zerene und schaue nur bei Problemem nach was Helicon oder PS draus macht.

Insekten oder Bilder mit vielen Überlagerungen, z.b. Haare:

Die eigentliche Arbeit beginnt nach dem Verechnen, Bildbearbeitung, alle Halos und Verrechnungsfehler zu entfernen. Für meine letzte Raupe habe ich 4 Stunden nachbearbeitet, das muss man wollen. Denn die Frage, ob man Halos verhindern kann zielt ein bisschen in etwa darauf ab, verrechnen und fertig.

 

bearbeitet von Gernot K.
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Danke für die ausführliche Antwort! Schön wäre es natürlich, wenn das verrechnete Bild fertig ist und passt. Stundenlang danach noch herumzudoktern ist irgendwie nicht das, was ich mir drunter vorstelle. Das ist ganz schön viel Zeit! Ein Stündchen wäre für ein gutes Bild schon ziemlich mein Maximum.

Canon EOS 7D, Canon EOS R7
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vor 2 Stunden schrieb mariposa.2507:

Danke für die ausführliche Antwort! Schön wäre es natürlich, wenn das verrechnete Bild fertig ist und passt. Stundenlang danach noch herumzudoktern ist irgendwie nicht das, was ich mir drunter vorstelle. Das ist ganz schön viel Zeit! Ein Stündchen wäre für ein gutes Bild schon ziemlich mein Maximum.

Manche Bilder brauchen wenig manche mehr Zeit, kommt halt drauf an ob sich das Insekt bewegt und man statt 6 dann 7 oder mehr Beine hat, Fühler bewegen sich so gut wie immer, ob sich die Perspektive beim Herumgewackel mit der Kamera etwas ändert, so das Dopplungen entstehen usw. 4 Stunden sind eher die Ausnahme, im Schnitt würde ich sagen 1-2 Stunden, kommt halt auch drauf an wie geübt man im doktern ist.

Ich gehe meist vor Sonnenaufgang auf die Pirsch, in der kühle des Morgens sind die Insekten noch nicht so fit, das minimiert zumindest mal die Bewegungen, allerdings erschwert auch gerade dies das Auffinden.

Das ist für mich eigentlich der härteste Teil, um 4-5 Uhr aufstehen, wenn man eigentlich nicht muss. Aber wenn man mal im Feld ist, ist es einfach nur toll.

Blümchen sind nicht umbedingt einfacher, die laufen nur nicht weg, aber die sind z.B. ebenso haarig, haben auch Überlagerungen usw. Schmeiss vielleicht nicht gleich die Flinte ins Korn. Was ich sage ist auch nicht das Evangelium und nur meine Erfahrungen. Möglicherweise mache ich auch noch vieles falsch. Das ganze hat auf jeden Fall eine eigene Lernkurve. Man geht nicht beim ersten mal raus und kommt mit tollen Stacks heim. Ich merke oft etwas was ich das nächste mal verbessern kann.

Youtuben und schauen wie es andere machen hilft viel.

bearbeitet von Gernot K.
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Es gibt immer etwas, was man das nächste Mal anders oder besser machen kann.

Die Gelegenheit so früh aufzustehen und an einen geeigneten Ort zu kommen, habe ich leider ohne Auto nicht. Daher bin ich meist untertags auf Weg. Und da sind viele Insekten sehr hibbelig. Wahrscheinlich treff ich deshalb selten eines das stackingtauglich wäre. Mal sehen, was der Frühling bringt.

Danke jedenfalls, nun weiß ich, dass gestackte Bilder auch einiges an Nachbearbeitung erfordern. Einem geübten Auge fällt sicher gleich auf, wenn man das so belässt wie es die Software nach dem ersten Verrechnen ausspuckt.

Canon EOS 7D, Canon EOS R7
Canon RF 100-400mm F5.6-8 IS USM, Canon EF 70-200mm f/4L IS USM, Sigma 180 mm 3.5 EX DG IF APO Makro, Canon EF 100mm f/2.8L Macro IS USM, Canon EF-S 17-55mm f/2.8 IS USM, Canon EF-S 10-18mm f/4.5-5.6 IS STM

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Am 15.5.2024 um 18:33 schrieb ogeu:

!Q

Soll heißen?

Canon EOS 7D, Canon EOS R7
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Geschrieben (bearbeitet)

 

Hier ein in camera Stack aus 20 Bildern, freihand mit EF 100 Makro + Raynox 250.

Achja, es ist ein Perlmuttfalter.

 

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bearbeitet von mariposa.2507

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Ich kann meinen Beitrag nicht mehr bearbeiten. Geht wohl nur kurze Zeit. Wollte nur richtigstellen, es ist ein weißer Morphofalter. Perlmuttfalter war eine Fehlinformation.

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