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Unterschied Objektivanschluss RF-S zu RF?


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Ich  habe  eine R7 mit dem 18-150 bestellt. Dieses Objektiv ist ein RF-S Objektiv. Nun habe ich auf der Canonseite eine Kompatibilitätliste gefunden wo, wenn ich das richtig verstehe, alle RF Objektive zur R7 voll kompatibel sind...ohne Adapter. RF Objektive scheint es ja von Canon reichlich zu geben wobei ich immer wieder lese das es kaum APS-C Objektive gibt. Was ist denn der Unterschied zwischen RF und RF-S? Ist es nachteilig ein RF auf der R7 zu verwenden? 

bearbeitet von Wombat1953
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Hallo,

das ist äquivalent zu sehen wie damals EF zu EF-S. Die -S Objektive leuchten einen kleineren Bildkreis aus, da ja nur der APS-C Sensor beleuchtet werden muss. Einen optischen Nachteil bei der Verwendung eines RF auf einer R7 sehe ich nicht, außer daß ein RF unnötig groß ist für eine APS-C Kamera.

Anders rum war das früher ein Problem, neben dem kleineren Bildkreis konnte bei der versuchten Adaption eines EF-S, wenn denn jemand das Bajonett manipuliert hätte, der Spiegel an die rückseitige Linse schlagen, aber das ist bei den Rs ja nicht mehr möglich mangels Spiegel.

Es ist ja sogar möglich ein EF-S an RF zu adaptieren, eine KB-R schaltet dann auf APS-C Crop um. Ich gehe daher davon aus, daß man auch umgekehrt ein RF-S an eine KB-R adaptieren kann. Der Sinn dahinter erschließt sich mir jedoch nicht.

Grüße

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Geschrieben (bearbeitet)

Danke für deine ausführliche Erklärung. Wenn ich das richtig verstehe ist ein RF eigentlich ein Vollformatobjektiv mit dem Nachteil größer und schwerer. Optische und elektrische Nachteile gibt es nicht. Elektrische Nachteile vielleicht, da älter, sie nicht auf dem neuesten Stand sind bzw. langsamer reagieren was den Focus angeht.

bearbeitet von Wombat1953
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Den letzten Punkt würde ich zu 99% in das Reich der Fabel weisen wollen. RF-S wird sicherlich keine Vorteile haben gegenüber RF, ganz im Gegenteil, die RF-S werden sicherlich äquivalent wie EF-S die Budgetlinsen sein. Es gab z.B. bei EF-S keine L Linsen.

Es würde mich daher sehr wundern, sollte Canon ein 2.8er Telezoom mit RF-S rausbringen. Das werden sicherlich so "Granaten" werden wie ein 55-200/4.5-7.1 oder sowas.

Grüße

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RF hat ja ein ähnliches Auflagemaß wie EF-M. Mich würde es also nicht wundern, wenn die EF-M Optiken demnächst als alter Wein in neuen Schläuchen mit RF-S Bajonett wieder auftauchen. Das RF-S 18-150 soll dem EF-M 18-150 ja sehr sehr ähnlich sein.

Interessant ist ja hier sehr schön die Canon "Deppensteuer" für RF zu sehen, das EF-M 18-150 hat ne UVP von 469€, das RF-S von 549€, wenn ich richtig gesehen habe. Laut Digital Picture sind die Dinger von der Optik her identisch. Aber Canon hat da bestimmt extrem viel am Bajonett rumentwickelt, was den höheren Preis rechtfertigt.🤣

Und die EF-M sind jetzt optisch gesehen alle nicht so der Kracher.

Grüße

bearbeitet von AlfredTetzlaff
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Ich hab die M6 mit dem 15-45. Wenn das auch identisch ist zum RF-S, dann nimm das.

Das Ding ist nämlich wirklich gut für seine Größe. Das 55-200 kommt bestimmt auch noch. Das EF-M bekommt man übrigens neu für knapp über 300€, hier bin ich sehr auf den Preis gespannt, den Canon für die RF-S Version aufrufen würde.

 

Grüße

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Wenn es um EF-M geht ist das 15-45 optisch eindeutig unter dem 18-150. Ich habe neben R5 auch noch EF-M System und diesen behalte ich auch, da es in bestimmten Fällen gewisse Vorteile dem RF gegenüber hat. Ansonsten sind die EF-M und RF-S 18-150 auch nicht 100% gleich, da nicht nur Bajonett, sond. auch Auflagemaß anders ist. Daher wird auch beim grob  gleichen Aufbau, zumindest die hintere Linseneinheit etwas anders designed.  

Gruß

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vor 10 Stunden schrieb AlfredTetzlaff:

Ein anderes Auflagemaß heißt nicht, daß die Objektive optisch nicht identisch sind. Das Auflagemaß sagt ja nix über die Entfernung Linse Sensor aus.

RF hat 20, EF-M 18mm, dann steht die Linse bei einem halt 2mm weiter raus. Gibt ja keinen Spiegel der stört.

Grüße

Das stimmt (mit dem Spiegel). Nur 2mm weiter weg vom Sensor macht aus einer 20mm Brennweite, eine andere. Aus wirtschaftlichen Gründen, wäre aber denkbar, dass die EF-M's dahingehend "optimiert" werden, um auf RF-S zu passen. Hättest Du das als Hersteller anders gemacht? Eine völlig neue Konstruktion, wo die alte (im Falle 18-150) gar nicht so schlecht ist? Das würde keine Finanzabteilung durchwinken. Ich war beim EF-M 18-150 auch skeptisch, brauchte aber damals eine kleine Kamera mit einer Optik die viel abdecken kann (Reisen  ohne Gepäck, nur Jackentasche) und das 18-150 hat mich da echt überrascht.  

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vor 8 Stunden schrieb allkar:

Das stimmt (mit dem Spiegel). Nur 2mm weiter weg vom Sensor macht aus einer 20mm Brennweite, eine andere. Aus wirtschaftlichen Gründen, wäre aber denkbar, dass die EF-M's dahingehend "optimiert" werden, um auf RF-S zu passen. Hättest Du das als Hersteller anders gemacht? Eine völlig neue Konstruktion, wo die alte (im Falle 18-150) gar nicht so schlecht ist? Das würde keine Finanzabteilung durchwinken. Ich war beim EF-M 18-150 auch skeptisch, brauchte aber damals eine kleine Kamera mit einer Optik die viel abdecken kann (Reisen  ohne Gepäck, nur Jackentasche) und das 18-150 hat mich da echt überrascht.  

Nein, ich glaube wir reden aneinander vorbei. Der Linsenstack wird identisch sein, beim RF-S ragt dieser halt einfach 2mm weiter in die Kamera herein. Und ja - klar hätte ich das auch so gemacht.

Mein Punkt ist, für zwei fast identische Objektive werden unterschiedliche Preise aufgerufen. Das RF-S hat ne 80€ höhere UVP. Und das nenne ich abkassieren.

Grüße

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Mag es sein, dass die Konstruktion gleich ist. Gehäuse auf jeden Fall nicht und das kostet eben auch Geld. Design, neue Produktionsstraße etc. Da will ich nicht die Hand ins Feuer...  Wäre  aber auch nichts Neues. Das gab bei allen Marken. Ein Arbeitskollege war zB. auf einen Hersteller der mit S anfängt recht sauer. Es gab eine Periode, wo ca. alle 6 Monate ein Lifting der Kamera mit minimalen Änderungen auf den Markt gebracht wurde und nach 2 Jahren, als er wollte diese in Zahlung geben, wurde ihm gesagt, dass diese veraltet ist, da bereits 3 Nachfolgemodelle gibt. Daher war der Restwert verschwindend gering. Eher das würde ich als Abkassieren bezeichnen.

Grüße

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Ja,

aber das ist ein Spritzgußteil, das Werkzeug muss eh regelmäßig neu. Jetzt könnte man noch argumentieren, klar das neue Werkzeug muss auch konstruiert werden. Dafür sparen sie halt am Raytracing der Optik. M.E. gibt es keinen sachlichen Grund für eine höhere UVP außer der schönen Marge.

Zu Deinem Arbeitskollegen, dieses spekulieren mit Kameras und Restwert fand ich persönlich eh immer grenzwertig. Ich kaufe eine Kamera, weil ich sie brauche und haben will. Ist mir das über meine Nutzungsdauer zu teuer, lass ich das.

Viele Grüße 

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@AlfredTetzlaff Ja, das ist natürlich auch ein Standpunkt, den man vertreten kann. Menschen haben unterschiedliche Bedürfnisse und Vorstellungen. Er fotografierte nur Familie und im Urlaub. Was man meint zu brauchen und was man tatsächlich braucht, geht oft auseinander. Das ist aber ein anderes Thema.

Grüße

bearbeitet von allkar
Ergänzung
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vor 3 Stunden schrieb AlfredTetzlaff:

Mein Punkt ist, für zwei fast identische Objektive werden unterschiedliche Preise aufgerufen.

Ich glaube nicht, dass die beiden Objektive identisch sind. Selbst wenn sie optisch ähnlich wären, so ist bedingt durch den neuen Mount die Elektronik komplett anders. Neu ist die bidirektionale Kommunikation zwischen Objektiv und Kamera, die so Dinge wie die koordinierte Stabilisierung erst möglich machen. Ausserdem hat das Bajonett 4 neue Kontaktstifte 😄 :-D. Das ist doch 80 Euro wert. 

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Bildberichterstatter, Europareisender, Autor, Lektor, Fototrainer, Weintrinker https://www.facebook.com/akkimoto
Meine nächsten Workshops (der Admin hats erlaubt)
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vor 4 Minuten schrieb AkkiMoto:

Ich glaube nicht, dass die beiden Objektive identisch sind. Selbst wenn sie optisch ähnlich wären, so ist bedingt durch den neuen Mount die Elektronik komplett anders. Neu ist die bidirektionale Kommunikation zwischen Objektiv und Kamera, die so Dinge wie die koordinierte Stabilisierung erst möglich machen. Ausserdem hat das Bajonett 4 neue Kontaktstifte 😄 :-D. Das ist doch 80 Euro wert. 

 

UND: derzeit wird absolut ALLES teurer, wozu auch dramatisch gestiegene Transportkosten etc gehören. Das muss mit eingepreist werden.

 

 

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Wer weiß, wenn es wieder im Winter einen Lockdown gibt, dann hab ich ein Projekt. Dann werde ich mal das RF Protokoll re-engineeren. Einen Logikanalyzer hab ich hier zum Glück rumstehen😉

Ich glaube nicht,  daß Canon da das Rad neu erfunden hat, das wird irgendein I2C oder SPI Derivat sein. Das erkennt der LA aber sehr schnell.

Ich hab mal schnell gegoogelt, EF hat SPI und das ist bi-direktional. 

Nochmal Edit:

RF Linsen haben wohl einen Gyro, der mit der Kamera kommuniziert. Die Dinger von ST z.B. haben typischerweise auch einen I2C oder SPI, je nach Konfiguration. Und der Bildprozessor erzeugt "Kompensationsdaten", wenn eine Bewegung erkannt wird, die man mit dem IS nachverfolgen will. Das werden die oben angesprochenen "Mikromitzieher" sein. Ich bin gespannt, ob Canon hier eine Verschlüsselung implementiert hat, was ich mir aber eigentlich nicht vorstellen kann, da diese auf einem uC eine nicht zu vernachlässigende Latenz erzeugt, was bei nem Echtzeitsystem kontraproduktiv ist.

Sie werden aber sicherlich eine Art von Authentifizierung mit Signatur verwenden.

Nochmal Anmerkung:

Die bidirektionale Gyro-Kommunikation ist nicht neu, das hatte schon EF-M https://www.canon.de/pro/stories/8-stops-image-stabilization/

Auch die integrierten Lens Profile gab es wohl auch schon in den allerletzten EF Linsen. 

Ich tippe schwer darauf, daß bei der "neuen superschnellen Kommunikation" (Oton Canon) der SPI einfach höher getaktet wird. SPI kann man richtig schnell laufen lassen, wenn die Signalleitungen vernünftig designed sind. Die ganzen Flashbausteine in Embedded Systemen sind größtenteils z.B. über Flash angebunden. Wenn nun mehrere SPI Devices in einem Objektiv verbaut sind, dann braucht man auch mehrere Chip Select Signale. Wenn Canon nun keinen Multiplexer verbaut hat, dann könnte das die zusätzlichen Pins erklären. Das hätte z.B. den Vorteil, daß ein Objektiv keinen Bootloader zum Flashen über SPI benötigt, sondern die Kamera das SPI Flash des Objektivs direkt flashen kann. Ein "kaputtflashen" der Firmware wäre so z.B. nicht möglich. Ich glaub ich besorg mir mal ein defektes Objektiv für den Winter als Bastelobjekt.

Man lernt immer dazu.

Grüße 

bearbeitet von AlfredTetzlaff
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vor 16 Minuten schrieb allkar:

@AlfredTetzlaff Ja, das ist natürlich auch ein Standpunkt, den man vertreten kann. Menschen haben unterschiedliche Bedürfnisse und Vorstellungen. Er fotografierte nur Familie und im Urlaub. Was man meint zu brauchen und was man tatsächlich braucht, geht oft auseinander. Das ist aber ein anderes Thema.

Grüße

Genau,

Da hat jeder seine eigenen Vorlieben und Vorstellungen. 

Grüße 

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  • 4 weeks later...
Am 20.7.2022 um 16:35 schrieb Wombat1953:

Ist es nachteilig ein RF auf der R7 zu verwenden? 

Du musst für Dich selbst entscheiden, wo Deine Reise hingeht.

Nichts ist ärgericher als EF-S oder RF-S Objektive wenn man sich am Ende dann doch in eine Vollformatkamera verliebt.

EF und RF Objektive an einer APS-C Kamera sind overkill, außer wenn Du Dir die Tür Richtung Vollformat offen halten willst.

Wenn Du ein RF-S Objektiv z.B. an einer R5 (45 Megapixel) anschließt, crop't sie automatisch und hat dann eben mit 17 Megapixel vergleichsweise sehr wenig Pixel.

Auch muss man sich klar machen, dass "-S" Objektive bei Canon i.d.R. eben Budget Linsen sind.

Gruß

.//. Arne

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