Jump to content

Monitorkalibrierung


Empfohlene Beiträge

Hallo

ich hab mich eigentlich noch nie mit einer monitorkalibrierung beschäftigt, immer wieder davon gehört, aber nie damit beschäftigt, weil ichs mir immer kompliziert vorgestellt habe.

so wie ich es jetzt aber gesehen habe funktioniert es wohl mehr oder weniger immer mit so einem hardwaretool, das auf dem Screen hängt und misst und über eine installierte software der grafikkarte sagt wie sie zukünftigt zu tun hat ... fertig ist die kali? ist es so, oder hab ich da was missverstanden?

ich hab die kalibrierung immer verworfen, weil farbprofile erstellen, damits mit dem drucker passt usw. war mir alles zu mühselig, weil ich ja eh kein profi bin, nix ausdrucke und überhaupt.

ich arbeite/spiele schon länger mit 2 monitoren, weil oft der platz eines zweiten monitors ganz angenehm ist ... nun fällt aber selbst einem blinden mit krückstock auf, dass der ältere kleinere von beiden die farben, naja ... schon anders darstellt. ich habs immer damit abgetant, dass die helligkeit und kontrast halt etwas anders sind, aber im prinzip müsste es passen 🤪

jetzt nervts mich doch, da ich mittlerweile meine bilder doch alle bearbeite (hat mich auch lange genervt bzw. mich da reinzufuchsen war mir lange zu aufwendig), und ich mich halt frage, vielleicht stimmen die farben meine monitors ja überhaupt nicht und arbeite meine bilder eher kaputt und was für mich super aussieht, sieht bei euch vielleicht wie kakao aus 😁

wer von euch hat denn seinen monitor kalibriert? welches tool könnt ihr empfehlen (wie gesagt bin kein profi, also sollte bezahlbar sein)?

für hinweise wäre ich sehr dankbar

gruß

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Moin Gernot,

Der Vorschlag von @erko ist gut, auch wenn es auch andere Fabrikate gibt. Bei Datacolor sollte man die passende Softwareversion wählen.  Da gibt es verschiedene,  die unterschiedliche Bereiche abdecken.   Druckt man zB die Bilder zuhause nicht,  bracht man keine Version, die auch Druckerkalibrierung macht. Ich nutze nur den Sensor, da Eizo eigene Softwarelösung, angepasst an eigene Monitore liefert. Diese kann mit Spider und anderen Sensoren arbeiten. Die CG Serie von Eizo hat sogar eingebaute Hardwarekalibrierung und braucht keinen externen Sensor. Dafür müsste man aber zwei CG's haben, was mächtig ins Geld gehen würde, daher beim CS Modell nutze ich die Kombination mit Spider. Beide Lösungen nehmen sich qualitativ nichts. Die von CG ist halt bequemer,  man kommt aber mit beiden zum Ziel. Hat man zwei verschiedene Monitore, oder Monitor ohne interner Kalibrierung, ist SpyderX der gute Weg, um gute und konstante Farben bei den Bildern zu bekommen. Die Preise verlieren von Zeit zu Zeit recht stark, also Angebote beobachten. Datacolr bietet auch kostenlose Webinare zu dem ganzen Themengebiet. Hat man hier wenig Erfahrung,  lohnt sich das allemal. 

Gruß 

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

vor 7 Stunden schrieb Gernot K.:

ich hab mich eigentlich noch nie mit einer monitorkalibrierung beschäftigt, immer wieder davon gehört, aber nie damit beschäftigt, weil ichs mir immer kompliziert vorgestellt habe

Hallo Gernot,

es macht immer Sinn, sich mit den Farben zu beschäftigen. Kleine Denkhilfe: Es werden nicht bestimmte Ausgabemedien (Kamera, Bildschirm, Drucker) untereinander abgeglichen sondern jedes System wird für sich betrachtet und jeweils mit einer Referenz abgeglichen (kalibriert). Diese Referenzen bieten die Firma Datacolor (Link wurde schon gepostet) und die Calibrite (früher X-Rite). https://calibrite.com/de/product-category/fotografen/ Ich selbst nutze die Calibrite-Produkte. 

Dann solltest Du Dir noch klar darüber werden, welchen Farbraum Dein Monitor darstellen kann. Das steht in der Bedienungsanleitung oder in der Verkaufsbroschüre (z.B. 100% sRGB). Es macht keinen Sinn, den Monitor auf einen Farbraum zu kalibrieren, den er gar nicht darstellen kann. 

  • Like 2
  • Thanks 1

Bildberichterstatter, Europareisender, Autor, Fachlektor, Fototrainer https://www.facebook.com/akkimoto
Meine nächsten Workshops mit freien Plätzen (der Admin hats erlaubt), Anfragen hier gern per PN
Canon R5/R6 (I) Online-Einstellworkshop - 13.02.2023 | Canon R7/R10 Einstellworkshop - 31.01.2023, 27.02.2023 | Canon R6 Mark II Einstellworkshop - 30.01.2023, 14.02.2023 | Die Sache mit den hohen ISO - Rauschen (Online, Systemoffen) - 13.03.2023 | MarKi 10 Wildlife am 07.02.2023 | Fotoreise "Mit Akki unterwegs - Estland" - 07.05.2023-14.05.2023

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Gernot,

in meinen Augen hängt das auch davon ab was du mit deinen Bildern vor hast. Solange man sie nur am Monitor oder Handy betrachtet kommt man ganz sicher auch ohne aus denke ich aber sobald es in irgendeiner Form gedruckt werden soll wird es schon sinnvoll vor allem wenn es in größere Formate oder Materialen geht die dann schon Geld kosten.

Drucke auf Alu oder Galleryprint in der Größe 90x60 kosten da gerne mal um oder über 100 Euro und da wäre es natürlich schon schön wenn das Resultat auch passt. Ich habe einen Monitor von BENQ mit 100% RGB Farbraum und nutze den Spider X und komme damit gut klar. Die beiden genannten Firmen tun sich da aber nicht viel so viel ich weiß.

 

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Neben dem was @AkkiMotogeschrieben hat,  soll man sich auch im klaren sein,  dass Monitore die auf verschiedenen Technologien basieren, trotz Kalibrierung etwas unterschiedliches Bild abgeben können. Nicht wenn es um Farbeinstellung geht, eher vom Empfinden her. Ein TN Monitor (alleinstehend) kann ein gutes Bild abgeben und trotzdem neben einem IPS Display gestellt, ein Gefühl vom flauen Bild erwecken. Es liegt einfach an den Technologien die den Farbraum unterschiedlich abdecken und an der technischen Umsetzung der Hintergrundbeleuchtung. Das was Andreas oben geschrieben hat,  stimmt meiner Meinung nach nur bedingt.  Auch wenn man keinen Belichtungsdienst in Anspruch nimmt,  ist die Kalibrierung sehr von Vorteil.  Auch hier im Forum haben wir einige Beispiele,  wo die Farbgebung  der einzelnen,  hintereinander gezeigten Bilder (auch vom selben Autor) überhaupt nicht übereinstimmt. Das sogar von gleicher Location und selben Shooting. Mal Gelb- mal Blau-, mal Grünstich. Mal hell, mal  dunkel. Da leidet der Spaß am betrachten recht deutlich. Sonst,  hat man viel Zeit in die Entwicklung der RAWs investiert und meint fertig zu sein, kann sich später zeigen,  dass alles doch korrigiert werden muss.  Daher ist die Sache recht wichtig.

  • Like 1
  • Thanks 2
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Nun ja ich würde halt davon ausgehen, dass wenn man Bilder (gerade aus einer Folge) am gleichen Monitor entwickelt (auch wenn nicht kalibriert) sollten doch keine Farbunterschiede entstehen oder es ist halt gewollt oder der "Entwickler" übt noch 😉. Grundsätzlich gebe ich dir schon recht, dass es eigentlich immer sinnvoll ist. Da die meisten in der Welt aber keinen kalibrierten Monitor ( geschweige denn kalibrierte Handydisplays oder Tablets 😂 ) haben sehen Bilder entwickelt auf kalibrierten Monitoren natürlich auch wieder anders aus, aber für einen selbst macht es schon Sinn. 

Die Kosten für so ein Teil im Vergleich zu vielen anderen Dingen sind ja auch eher gering 😉

Bin übrigens der Andre und nicht der Andreas 😉🤣

 

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

vor 38 Minuten schrieb abeckers68:

Nun ja ich würde halt davon ausgehen, dass wenn man Bilder (gerade aus einer Folge) am gleichen Monitor entwickelt (auch wenn nicht kalibriert) sollten doch keine Farbunterschiede entstehen oder es ist halt gewollt oder der "Entwickler" übt noch 😉. Grundsätzlich gebe ich dir schon recht, dass es eigentlich immer sinnvoll ist. Da die meisten in der Welt aber keinen kalibrierten Monitor ( geschweige denn kalibrierte Handydisplays oder Tablets 😂 ) haben sehen Bilder entwickelt auf kalibrierten Monitoren natürlich auch wieder anders aus, aber für einen selbst macht es schon Sinn. 

Die Kosten für so ein Teil im Vergleich zu vielen anderen Dingen sind ja auch eher gering 😉

Bin übrigens der Andre und nicht der Andreas 😉🤣

 

Sorry Andre, bei über 1000 Usern kann man auch daneben greifen 😇. Das mit dem Üben dürfte mMn zutreffen, vor allem wenn die Bilder nicht in einem Zug bearbeitet werden,  sondern ganz getrennt,  nach und nach. Am Ende ist die Farbgebung auch eine Interpretation der Wirklichkeit.

bearbeitet von allkar
Zu wenig Kaffee
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Bei der Kalbrierung des Monitors hat auch die Helligkeit des Umgebungslichts Einfluss. Der Spyder misst auch dieses und sagt, ob es zu hell oder zu dunkel ist.

Manche Sachen bekommt die Kalibrierung aber auch nicht hin. Mein 32“ Iiama 4k Monitor zum Beispiel verstaubt im Keller, weil er trotz Kalbrierung alles viel zu hell macht. Das heißt, die am Iiama entwickelten Bilder passen auf diesem Monitor, aber wenn ich die Bilder dann auf meinen anderen zur Verfügung stehenden Monitoren Zuhause, die im Büro und die bei meiner Freundin (alle auch kalibriert) sowie auf dem iPad anschaue, sind die Bilder viel zu hell. Dann wahrscheinlich auch an allen anderen Fremdmonitoren. Vielleicht liegt die Fehlerquelle auch bei mir, oder der Monitor hat einen Schuss …

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Oder der Hersteller... Ich habe in der Firma mehrere Iiama Monitore (für IT ohne Bildverarbeitung) und diese sind alle gewöhnungsbedürftig was die Helligkeit und Kontrast angeht. Zeitlang nutzte ich Dell und HP. Momentan sind vor allem die Eizo und Benq zu empfehlen. 

bearbeitet von allkar
Ergänzung
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

welchen farbraum benutzt ihr bei eurer kamera sRGB oder AdobeRGB. ich weiß das der adobe umfangreicher ist, benutze jedoch eigentlich immer den sRGB, weil ich dachte er wäre standardisierter (denke ich da falsch?)

ich hab das kalibrierungstool noch nicht, und weiß daher auch noch nicht wie alles genau funktioniert, aber nach akkimotos hinweis mit dem farbraum habe ich nach dem monitordaten geschaut und in denen steht 125% sRGB.

ergibt es dann sinn, alles in sRGB laufen zu lassen ... also monitor (geht vermutlich eh nicht anders?) und kamera im gleichen farbraum und bei Lightroom als profil kamerastandard?

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

vor 1 Stunde schrieb Gernot K.:

welchen farbraum benutzt ihr bei eurer kamera sRGB oder AdobeRGB. ich weiß das der adobe umfangreicher ist, benutze jedoch eigentlich immer den sRGB, weil ich dachte er wäre standardisierter (denke ich da falsch?)

 

 

Ich nehme immer JEPG und RAW parallel auf, und belasse die Kameraeinstellung auf sRGB da Adobe RGB automatisch im RAW eingebettet sind (glaube ich zumindest). Adobe RGB benutze ich bei der Bildbearbeitung nur wenn ich ein für mich wichtiges Bild groß ausdrucken möchte.

"Wir sehen die Dinge nicht so, wie sie sind; wir sehen sie so, wie wir sind." (Anaïs Nin)

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Die meisten Ausbelichtungsdienste arbeiten standardmäßig mit sRGB. Einige verlangen sogar strickt sRGB, da die Abläufe der Verarbeitung darauf abgestimmt sind. Auch die Anzeige im Internet basiert auf sRGB, daher ist das ein quasi Standard und reicht in meisten Fällen völlig aus. Breiterer Farbraum von (Adobe)RGB verbessert die Farbdarstellung und ermöglicht mehr Farbnuancen, was man allerdings nur an den geeigneten Displays wahrnehmen kann. Für die meisten Ausgabegeräte ist es also oft Kunst für sich, da die Hardware als "Limiter" fungiert. Anders sieht es wenn die Bilder gedruckt werden sollten (Vierfarbdruck). Dafür sollten die Bilder in den engeren CMYK konvertiert werden um die Farbverfälschungen beim Schichtdruck zu minimieren.
In der Kamera: bei Parallelaufzeichnung (RAW+JPG) nutzte ich lange Zeit nur sRGB, seit einiger Zeit aber RGB, da man an der Quelle das mögliche Maximum aufzeichnet, die aber bei der Bearbeitung nach Bedarf "beschnitten" werden kann. In die andere Richtung geht das nicht und die Quelle sollte mMn die bestmögliche Qualität haben. Andererseits ist das alles zweitrangig, wenn man in RAW aufzeichnet. Manchmal nutzt man aber Bilder direkt als JPG, ohne RAW Entwicklung. Einer tut es so, anderer wieder umgekehrt daher - Ruhe bewahren 🙂und an der Bildkomposition arbeiten. sRGB ja oder nein - nutzen lässt sich alles. Bilder die hier gepostet werden, sind alle bei der Bearbeitung automatisch zu sRGB konvertiert worden (Voreinstellung bei BV-Software).

  • Like 3
  • Thanks 1
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

  • 3 weeks later...

Diskutiere mit!

Du kannst direkt antworten und dich erst später registrieren. Wenn du bereits einen Account hast, kannst du dich hier anmelden, um unter deinem Usernamen zu posten.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Formatierung jetzt entfernen

  Only 75 emoji are allowed.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Dein vorheriger Inhalt wurde wiederhergestellt.   Clear editor

×   Du kannst Bilder nicht direkt einfügen. Lade Bilder hoch oder lade sie von einer URL.

×
×
  • Neu erstellen...