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Vielleicht gibt es ja auch hier Fans von Objektiven mit dem EF Mount (egal, ob original von Canon oder Dritthersteller): Welches sind Eure Favoriten (mit AF!), die besonders viel „Charakter“ haben. Um zu verdeutlichen, was ich darunter verstehe: beispielsweise das Canon EF 100/2 oder 135/2.

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https://www.canon-eos-r-forum.de/topic/6110-af-objektive-mit-ef-mount-mit-viel-charakter/
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vor 6 Minuten schrieb Seladon:

auf alle Fälle das EF 135/2, auch in Kombi mit CANON 500 D

Yep, das ist eine wundervolle Linse - auch an der Fujifilm GFX100S …

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Von den genannten kenne ich aus eigener Erfahrung nur das EF 135/2. Das ist/war zweifelsfrei ein sehr gutes Objektiv.

Aber Charakter? 

Ich hatte im Laufe der Jahre schon etliche sehr gute Objektive. Von Canon, Zeiss, Minolta, Leica und Sony. Aber keinem von denen würde ich einen "Charakter" andichten wollen.

Klar, mit dem EF 85/1.2 kann man Bilder machen, die mit einem 24-105/4 nicht möglich sind! Genauso auch mit dessen RF-Version. Oder eben dem EF 135/2. Oder dem EF 600/4. Aber das liegt schlicht an der BW/Blendenkombination des Objektivs. Nicht an einem angeblichen Charakter. Und solche Brennweiten sind halt für bestimmte Motive geeigneter, als für andere.
Deshalb würde ich eher Objektive anschaffen, welche jene technischen Features bieten (Auflösung, Brennweite, Blende, Stabilisation, Autofokus, Gewicht, Grösse, Dichtung, etc.), die für die persönliche Fotografie erforderlich sind, als nach esoterisch anmutenden Charaktereigenschaften zu suchen. 
Dem gemeinen Bildbetrachter dürften andere Eigenschaften des Bildes weit eher ins Auge fallen.

Ist nur meine (pragmatische) Meinung. 

 

bearbeitet von Mundaun
vor 27 Minuten schrieb Yeats:

Schau dir mal die Zeiss Milvus oder Classic ZE Linsen an, die haben auf jeden Fall Charakter und sogar EF-Mount.

Da ich mich mit manuellen Objektiven schon totschmeißen kann, schaue ich diesbezüglich tatsächlich nur nach AF Linsen.

@Mundaun - Charakter sind eigentlich all die charmanten, kleinen Fehler und wie am Ende das Bokeh gerendert wird. Mir sind all die neuen Linsen (egal ob RF oder GF) einfach zu Tode gerechnet. Für Landschaft, Produkte und Architektur vielleicht nice, für Portraits finde ich sie persönlich denkbar ungeeignet

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vor 25 Minuten schrieb schlicksbier:

Mir sind all die neuen Linsen (egal ob RF oder GF) einfach zu Tode gerechnet. Für Landschaft, Produkte und Architektur vielleicht nice, für Portraits finde ich sie persönlich denkbar ungeeignet

Deine persönliche Meinung sei dir natürlich belassen. 👍

Ich gehöre halt zu jenen, welchen die Wirkung des fertigen Bildes wichtig ist. Und nicht sein Entstehungsweg.
Und wenn ich da die Bilder von guten aktuellen Portraitfotografen ansehe (zu welchen ich mich selbst nicht zähle), denke ich schon, dass auch hochgerechnete Objektive durchaus geeignet sind, um ansprechende Resultate zu erziehlen. (Denen wohl die wenigsten ansehen, mit welcher Optik sie gemacht worden sind).

Aber wie schon erwähnt: Jedem das Seine. Und schön, dass nicht alle dasselbe wollen!

bearbeitet von Mundaun
  • Like 1
vor 3 Stunden schrieb Mundaun:

Ich gehöre halt zu jenen, welchen die Wirkung des fertigen Bildes wichtig ist. Und nicht sein Entstehungsweg.

Naja, da muss man meiner Meinung nach etwas differenzieren: Für den Betrachter zählt am Ende nur das Ergebnis, für den Antfertigenden aber durchaus schon der Weg. Denn warum soll ich viel Zeit verschwenden, in der Nachbearbeitung ein Bild weniger aseptisch seelenlos zu machen, wenn ich es innerhalb von Sekunden mit dem Wechsel des Objektives hinbekommen kann? Abgesehen davon, dass sich mancher Look gar nicht in Photoshop so rekreieren lässt.

Nicht umsonst gibt es viele, die sich in der hyperrealen, überschärften Bilderwelt wieder nach der Analogfotografie sehnen. Denen, denen es aber nicht nur um die Entschleunigung, sondern um den Look geht, sei allerdings gesagt, dass der "analoge Look" eben mehr von den Linsen als vom Film kommt. 

Und natürlich kann auch ein rasiermesserscharfes Portrait mit einer Linse, die eine deartige Porendarstellung bietet, dass es jeden Hautarzt verzückt, spannend sein. Nur wäre das eben nicht mein Stil und tatsächlich auch im Interesse der wenigsten Personen vor der Kamera ;-). 

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vor einer Stunde schrieb schlicksbier:

Denn warum soll ich viel Zeit verschwenden, in der Nachbearbeitung ein Bild weniger aseptisch seelenlos zu machen, wenn ich es innerhalb von Sekunden mit dem Wechsel des Objektives hinbekommen kann?

Nicht umsonst gibt es viele, die sich in der hyperrealen, überschärften Bilderwelt wieder nach der Analogfotografie sehnen.

Naja, wenn es allein das Objektiv wäre, das die „Seele“ in ein Bild bringt, möchte das ja zutreffen. Aber da spielen andere Faktoren meist eine wesentlich wichtigere Rolle.

Und was das „hyperreale, überschärfte“ angeht: Gerade die erwähnten Objektive, z.B. das EF 135/2, werden gerne wegen ihrer Schärfe gerühmt …

Und ohnehin: Unschärfe ist ein Konzept, das in der Fotografie überbetont wird. Ob gewollt oder nicht. Die Realität sehen wir scharf - falls nicht, setzen wir die Brille auf. Hintergrundunschärfe lässt sich mit den Augen zwar simulieren, sie wird im Bewusstsein aber kaum wahrgenommen.

@Mundaun Also dem Loblied über das 135/2 kann ich mich zumindest an der GFX nicht anschließen. Da gibt es deutlich schärfere Objektive. Und darüber hinaus ist es ja auch nicht die Schärfe allein, sondern auch das Renderings des Bokehs. 
 

Der Vergleich mit dem Auge hinkt meiner Meinung nach. Wir sehen quasi bewegtes 3D, Fotografie ist statisches 2D. Um den Blick des Betrachters in der Szenerie entsprechend zu lenken, ist Tiefenschärfe (oder eben der Mangel davon) genau so ein probates Mittel wie das Weglassen von Farbe. 

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vor 8 Stunden schrieb schlicksbier:

 Um den Blick des Betrachters in der Szenerie entsprechend zu lenken, ist Tiefenschärfe (oder eben der Mangel davon) genau so ein probates Mittel wie das Weglassen von Farbe. 

Das ist richtig.

Wenn du aber das, was du als „hyperreale Überschärfung“ bezeichnest und ich als „nicht-künstlich-erzeugte-Unschärfe“, als die Verhinderung von „Seele“ siehst in einem Bild, kann ich nicht einig gehen mit dir.

Konstruktionsbedingte optische Eigenheiten oder Mängel in einem Objektiv können zwar für dieses Produkt charakteristische Bilder erzeugen.
Dass diese Objektive deshalb mehr Charakter haben sollen, als jene, welche die Realität so scharf abbilden, wie sie eben ist, kann ich nicht nachvollziehen.

bearbeitet von Mundaun

@Mundaun Manche können es nachvollziehen, andere weniger. Mir ist es tatsächlich auch lieber, wenn es weniger sind, denn dann bleiben die Preise für alte Objektive kleiner 😂. "Leider" ist aber ein Trend zu erkennen, dass immer mehr Menschen die Fotografie mit alten Objektiven eben wegen des Bildlooks schätzen - deswegen sind die Preise auch wieder ganz gewaltig am steigen und meine Blogbeiträge zum Thema Altglas, Projektions- oder Vergrößerungsobjektive werden bei mir extrem häufig geklickt ...

  • Like 1

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Als ich vor ca. 15 Jahren in das spiegellose System eingestiegen bin, hat mich der Altglas-Hype gepackt, und ich habe hauptsächlich alte M42 Objektive gekauft wie blöd, auch ich wollte Objektive mit „Charakter“… Ab wann hat ein Objektiv „Charakter“ und wer bestimmt das? Diese Diskussion find ich mühsam (da wurde im Systemkamera-Forum schon ordentlich gestritten), denn jeder hat zu dem Thema seine ganz persönliche Meinung, und vor allem empfinden. Wenn ich bei einem guten Wein lese, dass er einen hauch von Blaubeere, Schokolade und Tannenzapfen im Geschmack hat, dann denke ich, alle Achtung ich schmecke es nicht, er macht mich nur betrunken, wenn ich zu viel davon koste… Von daher kann ich es gut nachvollziehen, was @schlicksbier und @Mundaun meinen, oder empfinden. 😊

Das EF 100 f/2 habe ich auch, leider hat meins einen Macken, die Bilder bei ca. 5m abstand sind nicht scharf, beim Brust oder Kopfportrait ist alles ok, dass nur so am Rande.

Zur Ursprungsfrage, welche Objektive haben mit EF Mount „Charakter“? Da würde ich sagen, das Sigma 28-80mm f/3.5-5.6 II Macro, das Sigma 28-135mm f/3.8-5.6 Macro, und das Canon EF 28-105mm F/3.5-4.5 USM. Die anderen, wo ich noch habe, muss ich erstmals einem Charakter-Test unterziehen…😉

  • Like 3

"Wir sehen die Dinge nicht so, wie sie sind; wir sehen sie so, wie wir sind." (Anaïs Nin)

vor einer Stunde schrieb Yeats:

Das neue RF 1,2/45mm STM sollte der TO dann auf jeden Fall in seine Überlegungen miteinbeziehen. Das scheint ein echter Charakterkopf zu sein.

Auf der einen Seite. Auf der anderen Seite das Geld für die technische Leistung? Da sind EF-Linsen auf jeden Fall interessanter, alleine schon weil sie sich auch an anderen Kamerasystemen nutzen lassen und nicht nur an R-Kameras ...

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Am 19.1.2026 um 14:06 schrieb schlicksbier:

Vielleicht gibt es ja auch hier Fans von Objektiven mit dem EF Mount (egal, ob original von Canon oder Dritthersteller): Welches sind Eure Favoriten (mit AF!), die besonders viel „Charakter“ haben. Um zu verdeutlichen, was ich darunter verstehe: beispielsweise das Canon EF 100/2 oder 135/2.

Ich würde alle Canon EF Linsen dazu zählen, die bis einschließlich 1998 erschienen sind. Die Übersicht https://global.canon/en/c-museum/lens.html?s=ef

Jedoch kein Objektiv mehr, das nach 2008 erschienen ist.

ohne Gewähr, ich habe nicht alle getestet oder besessen.

bearbeitet von tomba8tomba
vor einer Stunde schrieb schlicksbier:

Auf der einen Seite. Auf der anderen Seite das Geld für die technische Leistung? Da sind EF-Linsen auf jeden Fall interessanter, alleine schon weil sie sich auch an anderen Kamerasystemen nutzen lassen und nicht nur an R-Kameras ...

Wenn die Polyvalenz ein Kriterium ist, ok. Bez. der Leistung des 45er: Das ist ja eben deseen Charakteristik und ja, ich finde es geradezu preiswert. Man darf es freilich nicht als normales Standardobjektiv ansehen. Das ist ein Spezialobjektiv, eben ein Charakterkopf. 

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