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Transparent (1).pngSicher haben einige von euch mitbekommen, dass ich seit einigen Monaten ein neues Projekt habe: Im AI Imagelab geht es um Bilder, die mit künstlicher Intelligenz generiert werden, z.B. mit Midjourney, Stable Diffusion oder Adobe Firefly. In letzter Zeit kommen immer mehr KI-generierte Videos dazu.

Ich hatte zum Start des Projekts in meinen Fotoforen darauf hingewiesen, die Reaktionen waren gemischt, zwischen lebhaftem Interesse bis hin zu vehementer Ablehnung. Diese Ablehnung ist mir seitdem immer wieder begegnet, wenn ich mit Fotografen geredet habe, bei Amateuren und Profis gleichermaßen.

newsletter.jpegEinige Aspekte kann ich gut nachvollziehen, aber die pauschale Ablehnung regt mich auf:

  • Künstliche Intelligenz hat schon lange Einzug in die Fotografie gehalten, in Kameras (z.B. die neue Canon EOS R1), in der Nachbearbeitung (z.B. Denoising mit Topaz Photo AI) oder in der Bildverwaltung (automatische Suche und Verschlagwortung mit Excire)
  • Als Fotograf kann man enorm vom Einsatz von KI profitieren, um die eigenen Bilder zu optimieren, zu ergänzen oder ganz neue Bildideen umzusetzen.
  • Und: KI Bilder brauchen Fotografen! Wer richtig fotografieren gelernt hat, kann aktiv mit Licht, Schatten, Perspektive, Ausschnitt, Kontrast und Farbe gestalten.

In diesem Artikel habe ich das mal ausführlich aufgeschrieben:

» Künstliche Intelligenz: Der neue Partner der Fotografie

Wir werden uns in Zukunft im AI Imagelab stärker das Thema Fotografie und Künstliche Intelligenz in den Fokus nehmen – und wir würden uns freuen, wenn ihr uns dabei begleitet: Als Leser genauso wie mit kritischen Kommentaren.

Wenn wir euch aktiv informieren sollen, sobald es was neues gibt, abonniert bitte unseren kostenlosen Newsletter:

» Newsletter AI Imagelab

Ich bin überzeugt, dass wir erst am Anfang einer Reise stehen – ohne zu wissen, wohin es geht. Es wird garantiert Überraschungen geben, gute wie schlechte, aber eines kann man schon sagen: Langweilig wird’s nicht!

Wir freuen uns auf auf die spannende Reise mit Euch!

Andreas & Adrian vom AI Imagelab

PS.: Morgen geht wieder ein Newsletter raus – wer jetzt abonniert, bekommt die Infos als erster 😉

aiimagelab.jpeg

 

 

vor 14 Stunden schrieb Andreas J.:

in der Bildverwaltung (automatische Suche und Verschlagwortung mit Excire)

Das Programm ist für mich reine Verarsche: Laut Werbung kann es Personen erkennen - Gelogen, es werden maximal Gesichter erkannt, aber eben nicht Personen (d.h. Name). Meine Testfotos von meiner Freundin, die in div. "sozialen" Netzen namentlich und mit Bild zu finden ist wird nicht erkannt.

 

Weiterhin haben ca. 60% weiterer Fotos bei dem Test nur Müll in der Verschlagwortung erbracht, weil die Situationen / Bildinhalte gar nicht erkannt worden. 

 

Also speziell Excire ist für mich ein großer Lügenladen. Keine der Werbeaussagen wurde auch nur ansatzweise einglöst.

 

 

Neuling - nur in diesem Forum. Knipser seit ca. 1969, Canon Knipser seit ca. 1985, digital seit 2002.

Aktuell: EOS R8, 16mm, 24-240mm, 24-105mm, 50mm, 85mm f2,0, 100-500mm. 

vor 15 Stunden schrieb Andreas J.:

aber die pauschale Ablehnung regt mich auf:

Ist es nicht relativ normale menschliche Reaktion auf etwas ganz Neues. Etwas wovon man irgendwie "Angst" hat?
Ich denke es braucht ein wenig Zeit bis sich der ganze Wirbel legt und einige Sachen klarer/ konkreter werden.

vor 11 Minuten schrieb Norderstedter:

Meine Testfotos von meiner Freundin, die in div. "sozialen" Netzen namentlich und mit Bild zu finden ist wird nicht erkannt.

Ich nutze Excire aus anderen Gründen nicht. Bei dieser Aussage bin ich nicht ganz sicher ob Du vielleicht etwas Dir versprochen hast was niemand in so einer Deutlichkeit "versprochen" hatte.

 

Schöne Grüße

Robert

vor 2 Minuten schrieb Robbi:

Ist es nicht relativ normale menschliche Reaktion auf etwas ganz Neues. Etwas wovon man irgendwie "Angst" hat?
Ich denke es braucht ein wenig Zeit bis sich der ganze Wirbel legt und einige Sachen klarer/ konkreter werden.

Das sehe ich genauso!

Es ist nur so schade, dass eine – in meinen Augen – reflexhafte Ablehnung verhindert, dass man diese neuen Tools einfach mal ausprobiert und guckt, wie sie der eigenen  Kreativität einen Schub gibt…

So vielen KI Bildern auf Social Media sieht man an, dass da kein fotografisches KnowHow hintersteckt – da stehen die Fotografen (Profis und Amateure) auf der Pole Position und fahren einfach nicht los.

Andreas

  • Like 1
vor 4 Minuten schrieb Andreas J.:

Kreativität einen Schub gibt…

Weil man zuerst "immer" das Endszenario sieht. So nach dem Motto - bin ich Fotograf - bald kann die KI bessere Bilder erstellen als ich......
In meinem Beruf der mit Fotografie nichts zu tun hat - sondern Computer - erlebe ich es seit, tja "schon immer" - jedes mal wenn plötzlich doch etwas Neues kommt - ist der Jubel auf der einer Seite und große Ablehnung/ Angst um eigene Existenz auf der anderer.
Ich denke so war/ist und wird die Technik immer bleiben. Auf der einer Seite enorme Erleichterung/ Bereicherung auf der anderer aber Zerstörerisch und Skrupellos.

 

Schöne Grüße

Robert

vor 16 Minuten schrieb Andreas J.:

der eigenen  Kreativität einen Schub gibt…

Bei so überwältigenden Möglichkeiten kommt die eigene Kreativität leicht unter die Räder. Ich sehe diese AI-Bildmaschinen nur als äußerst effektive Kitschgeneratoren. Die Auswirkungen auf unser kollektives ästhetisches Empfinden sind jetzt schon beobachtbar und werden insgesamt verheerend sein.

vor 12 Minuten schrieb Sieghard Steiner:

Die Auswirkungen auf unser kollektives ästhetisches Empfinden sind jetzt schon beobachtbar und werden insgesamt verheerend sein.

Es gibt bestimmt auch Leute, die Autotune für einen Segen halten.

vor 6 Minuten schrieb Sieghard Steiner:

Es gibt bestimmt auch Leute, die Autotune für einen Segen halten.

Für Sängerinnen wie Madonna ist Autotune wahrlich ein Segen.😂 Ich erinnere mich an ein riesen Liveauftritt von ihr, als Autotune ausfiel... 

Ja. Für Leute, die nicht singen können, ist Autotune ein Segen. Insgesamt hat Autotune für weniger Individualität im Ausdruck gesorgt und ist teilweise für den konturlosen Brei verantwortlich, den die Popmusik im Moment darstellt. Das ist vielleicht nicht 1:1 auf AI und Fotografie übertragbar, aber 0.9:1 finde ich auch schon recht aussagekräftig.

bearbeitet von Sieghard Steiner

Naja ganze Bilder mit KI ist jetzt auch nicht meins, d.h. aber nicht dass ich dagegen wäre .... jeder soll auf seine Weise glücklich werden.

Bei der Retusche bin ich froh sie zu haben, denn warum soll man für einen Sachverhalt Stunden aufwenden, wenn die KI es mit ein paar Klicks kann.

Aber da mitzudiskutieren ist mir zu müssig. Das eine Lager wird das andere nicht überzeugen können und umgekehrt.

  • Thanks 1
vor 37 Minuten schrieb Sieghard Steiner:

Ich sehe diese AI-Bildmaschinen nur als äußerst effektive Kitschgeneratoren.

Das finde ich ein sehr hartes Urteil.

Ja, man sieht viel Mist, aber auch fantastische Kunst.

Wer mir spontan einfällt: Det Kempke:

https://www.detkempke.com/beauty-fashion---editorial---people--portrait---celebrity---ai-generated-images/

Guck dir mal die Bilder an und versuche zu unterscheiden, was KI und was Fotografie ist (und was dazwischen)

Oder wie Ines Thomsen KI-Bilder und Fotografie kombiniert:

https://ines-thomsen.com/ai-photography/

Bemerkenswert (und eigentlich mein Kernpunkt, der mich nervt):

Beides sind Fotografen, die das neue Medium ausprobieren und damit Bilder erschaffen, die vorher so nicht möglich gewesen wären.

Andreas

vor 2 Minuten schrieb Gernot K.:

Das eine Lager wird das andere nicht überzeugen können und umgekehrt.

Die 10% KI Fans werden die 10% KI Verweigerer nicht überzeugen.

Aber es gibt viele (~80%, die nach meiner Daumenschätzung übrig bleiben), denen noch der Zugang fehlt oder die einfach neugierig sind.

Gruß
Andreas

vor 4 Minuten schrieb Andreas J.:

Ja, man sieht viel Mist, aber auch fantastische Kunst.

Wer mir spontan einfällt: 

Nachtrag: Martin Dürr!

https://www.ai-imagelab.de/weg-zum-midjourney-portrait/
https://www.martinduerr.com

Auch ein Fotograf, der KI und Fotografie kombiniert.

Gab es die Diskussion nicht auch zu der Zeit wo die digitale Fotografie einzug gehalten hat? Hier in meinem Wohnort gibt es noch einen Fotografen, der verteufelt die digitale Fotografie und Bildverarbeitung.

Ich werde mir das ganze in Ruhe ansehen und für mich dann entscheiden was ich an KI in meinen Bildern haben möchte.

 

Frank

vor 5 Minuten schrieb fmei:

Gab es die Diskussion nicht auch zu der Zeit wo die digitale Fotografie einzug gehalten hat?

Oh ja, die gab es…

  • Genauso wie bei der Einführung von Desktop Publishing (~1990er)
  • Oder als Farbfotografie populär wurde (~1960er?)
  • Oder bei der Einführung der Kleinbildfotografie (~1920er)
  • Oder als Fotografie eine Alternative zur Malerei wurde (~1880er)

Gruß
Andreas

  • Like 1
vor 16 Minuten schrieb Gernot K.:

Aber da mitzudiskutieren ist mir zu müssig. Das eine Lager wird das andere nicht überzeugen können und umgekehrt.

Mitdiskutieren ist ja nicht deckungsgleich mit überzeugen wollen. Ich will grundsätzlich nie jemanden überzeugen, bzw eher durch Taten als durch Worte. Aber an wichtigen Diskussionen beteilige ich mich grundsätzlich. 

vor 17 Minuten schrieb Andreas J.:

Das finde ich ein sehr hartes Urteil.

Ja, man sieht viel Mist, aber auch fantastische Kunst.

Wer mir spontan einfällt:

Sorry, aber zumindest das erste Beispiel hätte wohl besser ich angeführt als Beleg für Kitschinflation. Die weiteren Beispiele habe ich mir nicht angeschaut, ich war zu erschlagen.

Aber ganz klar ist natürlich: Die Technik ist vorhanden und entwickelt sich ständig weiter und wird auch genutzt werden, so wie es halt immer geht. Ich habe da auch keine Probleme mit, aber gestatte mir dennoch einen gepflegten Kulturpessimismus. Ist eine Sache persönlicher Präferenzen und Neigungen. 

Die technische Qualität gut gemachter KI-Erzeugnisse auf guter fotografischer Grundlage (mit einer schlechten wird es nichts) steht für mich außer Frage. Dennoch erzeugen die Ergebnisse bei mir ein diffuses Unbehagen. Werbung hat schon immer geschönt, auch ohne KI, mit gekonnter Bildbearbeitung. Auch diese Ergebnisse erzeugen nicht nur bei mir teilweise Unbehagen, weil sie Maßstäbe erzeugen, die zu Problemen führen. Das müssen nicht nur künstlich bis zur Absurdität verschlankte Taillen oder Gliedmaßen sein, die so gar nicht existieren können. Da ändern auch curvy models und demonstrativ gezeigte Orangenhaut nichts. Die harmonischen familiären Frühstücksszenen im strahlenden Sonnenschein in einer Designküche kann ich langsam nicht mehr sehen (sorry, Exkurs). 

Ich selber benutze praktisch ausnahmelos die Entrauschungsfunktionen von Photoshop und die Ergebnisse sind sehr gut, wenn die Grundlage akzeptabel ist. Dennoch bleibt ein Rest Unbehagen, weil ich das Gefühl habe, die Software malt ein Bild daraus, das irgendwie doch nicht dem Eindruck entspricht. Zur analogen Fotografie werde ich dennoch wohl kaum so schnell zurückkehren. Die machte ja auch Manipulationen notwendig, aber generierte Inhalte kamen nicht vor.

Meine Befürchtung: Es geht in eine süchtig machende Richtung, wie früher (oder immer noch) bei Computerspielen, bei denen man sich komplett aus der Realität entfernt. Nicht gut.

 

  • Like 1
vor 11 Stunden schrieb Robbi:

jedes mal wenn plötzlich doch etwas Neues kommt - ist der Jubel auf der einer Seite und große Ablehnung/ Angst um eigene Existenz auf der anderen.

Ich halte es da mit @Robbi. Es gibt im Marketing den Begriff "The 5 Customer Segements of Technology Adoption", der beschreibt, wie sich die Akzeptanz einer neuen Technologie quasi "normalverteilt". Hier das Diagramm dazu:

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Egal, ob es ein neues Windows oder MacOS Release ist, die Mikrowelle, das Smartphone oder sonstige Errungenschaften, es gibt immer Menschen, die sich innovativ auf das Neue stürzen, eine Chance sehen. Gefolgt von denen, die sich von Ersteren leiten oder inspirieren lassen. Und so geht es weiter, bis auch die letzten entweder zwangsbeglückt oder resignierend dabei sind.

Bei der KI ist es noch einmal etwas schwieriger, weil es nicht die "eine neue Erfindung" ist, sondern ein riesiger Baukasten, mit dem ich in den unterschiedlichsten Branchen, die unterschiedlichsten Lösungen erschaffen kann - manchmal sogar ohne dass vorher ein Problem da war.  😉

Es ist – wie so oft im Leben – alles nur eine Frage der Zeit.

  • Like 1

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